Partner- & Häusliche Gewalt
Etwa 90 Prozent der Gewalttaten an Frauen werden durch ihr unmittelbares soziales Umfeld ausgeführt (Partner, Bekannte, Arbeitskollegen, etc.); nur vergleichsweise selten passiert dies durch Unbekannte. Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass jede fünfte Frau, die in einer Beziehung lebt, von Gewalt seitens des Partners betroffen ist.
Denken Sie daran, dass Sie niemals schuld sind an der Gewalt, die Ihnen widerfährt. Die Verantwortung liegt bei dem, der Gewalt ausübt.
Schweigen Sie nicht über die Gewalttätigkeit Ihres Partners. Sprechen Sie darüber mit einem Menschen, dem Sie vertrauen, um gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, die es für Sie (und Ihre Kinder) gibt, um sich vor weiteren gewalttätigen Übergriffen zu schützen.
Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie sich über Ihre Rechte (und die Ihrer Kinder), finanzielle Unterstützungen und Wohnmöglichkeiten erkundigen. Nützen Sie das anonyme und kostenlose Informations- und Hilfsangebot der Frauenhelpline (0800 222 555) und der Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen. Auch Frauenhäuser stehen Ihnen für eine erste telefonische Auskunft zur Verfügung.
Kontakt und weitere Informationen
Frauenhelpline 0800 222 555, http://www.frauenhelpline.at/
http://www.gewaltschutzzentrum.at/
Frauenberatungsstellen bei sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen ("Frauennotrufe")
http://www.bmgf.gv.at/home/Hilfseinrichtungen/
http://www.frauenberatenfrauen.at/
Spezifische Formen häuslicher bzw. familiärer Gewalt werden mit Tradition und Kultur begründet, wie z.B. Zwangsverheiratung und weibliche Genitalverstümmelung. Auch diese Gewaltformen sind selbstverständlich nicht gerechtfertigt und verboten:
Tradition und Gewalt – Zwangsheirat und weibliche Genitalverstümmelung FGM/C